Auch für einen Chirurgen steht die konservative Therapie von Verletzungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates an 1. Stelle.
 
Knochen- und Kapselbandverletzungen müssen nicht in jedem Fall einer operativen Therapie zugeführt werden. Viele Brüche lassen sich durch Schienenbehandlung sehr gut heilen. Selbst bei schwierigen Bandverletzungen wie der Kreuzbandruptur des Kniegelenkes ist oft, je nach speziellem Fall und Patienten, eine konservative Therapie weitaus sinnvoller. Unterstützt wird dies durch spezielle Schienenverbände und spezielle Orthesen und auch Behandlungen mit Motorschienen und ähnlichem.
 
Die Physiotherapie ist die sinnvolle Ergänzung zur jeder konservativen wie auch operativen Therapie im Bewegungsapparat.
 
Auch die Ergotherapie kann im Bereich der oberen Extremität zur Nachbehandlung eingesetzt werden. Vor allem im Bereich der Handtherapie hat die Ergotherapie eine Domäne.
 
Die Injektionstherapie kommt in vielen Fällen zum Einsatz. Weichteilinjektionen werden vor allem bei Wirbelsäulenleiden in den muskulären Bereich durchgeführt. Injektionen direkt in die Gelenke vor allem bei Arthrose der Gelenke. Dabei werden Schmerzmittel und entzündungshemmende Substanzen injiziert. Im Bereich der Gelenke wird auch die Hyaluronsäure als „knorpelaufbauende Substanz“ injiziert.
 
Die Elektrotherapie bietet sich an zur Entspannung von Muskelkrämpfen, Behandlung der Muskelatrophie sowie Behandlung von Sehnenreizungen, Sehnenentzündungen und Gelenkentzündungen. Die Lasertherapie eignet sich zum einen zur Behandlung von schmerzhaften Narben. Zum anderen ist sie zur Behandlung von Schmerzen aller Art, bei Arthrose, Muskelverletzungen, Bänderzerrungen und Sehnenreizungen sinnvoll und zielführend.
 
Die Lasertherapie wirkt schmerzlindernd, durchblutungsfördernd und regenerativ auf das Gewebe. Die Anzahl der notwendigen Behandlungen schwankt zwischen 3-10. Die Lasertherapie wird im Moment noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, obwohl es bereits valide Wirkungsnachweise gibt. Daher können wir diese Behandlung nur als sogenannte IGeL Behandlung anbieten. Die privaten Krankenversicherungen bezahlen in der Regel die Behandlungen.
 
Die Stoßwellentherapie ist bekannt als Behandlung von Nierensteinen. Im Bewegungsapparat kann natürlich nicht die gleiche Stoßwelle angewendet werden wie bei der Behandlung von Nierensteinen. In unserer Praxis kommt die radiale Stoßwellentherapie speziell für den Bewegungsapparat zur Anwendung. Die radiale Stoßwellentherapie wirkt schmerzlindernd, stoffwechselaktivierend, durchblutungsfördernd und muskelentspannend. Die Indikationen der Stoßwellentherapie sind vor allem Sehnenreizungen wie Fersensporn, Kalkschulter, Tennisellenbogen, Achillessehnenreizung oder Kniescheibensehnenreizungen. In der Regel wird eine 5-malige Behandlung durchgeführt. Obwohl es bereits valide Wirksamkeitsnachweise gibt, wird die Behandlung im Moment noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Daher können wir diese Behandlung nur als sogenannte IGeL Behandlung anbieten. Die privaten Krankenversicherungen bezahlen in der Regel die Behandlungen.